2K- und 3K-Spritzguss in der Mehrkomponententechnik

Die Mehrkomponententechnik, auch als Mehrkomponenten-Spritzguss oder Mehrkomponenten-Formgebung bekannt, bezieht sich auf eine Verarbeitungstechnik, bei der verschiedene Materialien oder Farben in einem einzigen Formprozess kombiniert werden.  Dies ermöglicht die Herstellung von Bauteilen oder Produkten mit mehreren Funktions- oder Designmerkmalen, ohne, dass separate Montage- oder Fügeprozesse erforderlich sind. So können wir Elastomere, Kunststoffe und Silikone als auch Metalle miteinander verbinden.

Mit 2K- und 3K-Spritzguss in der Mehrkomponententechnik lassen sich Dichtfunktion, Trägerstruktur und haptische Oberfläche in einem Bauteil bündeln. Dadurch sinken Montageaufwand, Fehlerrisiko und Durchlaufzeiten. Wir prüfen frühzeitig Materialverträglichkeit, Haftverbund und werkzeuggerechte Trennfugen, damit die Kombination im Serienprozess stabil reproduzierbar bleibt.

Maschine mit Gummiformteilen
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Vorteile:

  • Effizienz: Die Integration mehrerer Funktionen in einem einzigen Formteil spart Zeit und Kosten im Vergleich zu separaten Fertigungs- und Montageprozessen.
  • Designfreiheit: Die Technik eröffnet neue Möglichkeiten für das Produktdesign, da verschiedene Materialien und Farben in einem Schritt verarbeitet werden können

Typische Einsatzfelder der Mehrkomponententechnik

Besonders sinnvoll ist der Mehrkomponentenansatz bei Produkten, die gleichzeitig abdichten, dämpfen und mechanisch führen müssen. Beispiele sind Dichtleisten mit steifem Träger, Gehäuseteile mit integrierter Elastomerlippe oder Griffe mit weicher Funktionszone. Je nach Anwendung wählen wir die Reihenfolge der Schüsse sowie die geeignete Haftgeometrie, um eine dauerhafte Verbindung zu erzielen.

Für Neuentwicklungen unterstützen wir mit konstruktiven Empfehlungen, Musterteilen und abgestimmten Prüfmerkmalen. So wird aus einem komplexen Verbundbauteil eine robuste, montagefreundliche Serienlösung mit klaren Qualitätskriterien.

Auch bei bestehenden Bauteilen prüfen wir, ob sich Funktionen in einem Mehrkomponentenprozess zusammenführen lassen. Häufig können so Einzelteile reduziert, Montagezeit gesenkt und die Prozesssicherheit in der Endanwendung erhöht werden.

Ein besonderer Vorteil liegt in der reproduzierbaren Prozesskette: Wenn Träger und Funktionsmaterial im selben Werkzeug entstehen, sinkt die Gefahr von Montagefehlern und Schnittstellenproblemen. Das verbessert Qualität und Rückverfolgbarkeit über den gesamten Produktlebenszyklus.

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