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O-Ringe nach DIN und ISO

O-Ringe sind runde Dichtungsringe in Form von elastischen Schlaufen, die oft aus Gummi oder anderen flexiblen Materialien hergestellt werden. Diese Ringe werden in der Industrie als Dichtungselemente verwendet, um Flüssigkeiten oder Gase zwischen zwei festen Bauteilen abzudichten. Aufgrund seines kreisrunden Querschnitts kann der O-Ring axial und/oder radial abdichten.

O-Ringe nach DIN und ISO liefern wir als Standardteile sowie als Sonderabmessungen für spezifische Einbausituationen.

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O-Ringe
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Technische Details

Auswahlkriterien für O-Ringe nach DIN und ISO

Damit O-Ringe dauerhaft dicht bleiben, müssen Nutgeometrie, Vorpressung und Werkstoff zur Anwendung passen. In hydraulischen oder pneumatischen Systemen sind Druckniveau und Gleiteigenschaften wichtig, in statischen Verbindungen stehen Temperaturstabilität und Medienbeständigkeit im Vordergrund. Für Serienanwendungen helfen definierte Toleranzen und klare Werkstofffreigaben, um Ausfälle zu vermeiden.

Wir unterstützen bei der Auswahl geeigneter Qualitäten wie NBR, EPDM, FKM oder Silikon und liefern je nach Bedarf Kleinmengen, Rahmenabrufe oder kundenspezifische Sonderserien.

Für Sonderfälle mit abweichenden Querschnitten oder großen Durchmessern klären wir Umsetzbarkeit und Lieferzeit frühzeitig, damit Ihre O-Ring-Versorgung in Entwicklungs- und Serienphasen verlässlich bleibt.

Durch eine saubere Dokumentation der Werkstoff- und Maßanforderungen lassen sich Wiederholbestellungen effizient steuern. Das reduziert Abstimmungsaufwand und erhöht die Versorgungssicherheit bei laufenden Projekten.

O-Ring Werkstoffe im Überblick

Die Werkstoffwahl ist die wichtigste Entscheidung bei jeder O-Ring Dichtung. NBR (Nitrilkautschuk) ist der meistverwendete Standardwerkstoff: er bietet gute Beständigkeit gegen Mineralöle, Hydrauliköle und Kraftstoffe bei einem Temperaturbereich von -30 bis +100°C und ist damit für den Großteil der Anwendungen in Hydraulik und Pneumatik die erste Wahl. FKM (Fluorkautschuk, Handelsname Viton) wird eingesetzt, wo NBR an seine Grenzen stößt: Temperaturen bis +200°C sowie Beständigkeit gegen aggressive Kraftstoffe, Lösemittel und Chemikalien machen FKM zum Werkstoff der Wahl in anspruchsvollen Industrie- und Automobilanwendungen. EPDM zeichnet sich durch hervorragende Beständigkeit gegen Heißwasser, Wasserdampf, Witterungseinflüsse und viele polare Medien aus und arbeitet zuverlässig im Bereich von -40 bis +150°C — jedoch ungeeignet für Mineralöle. Silikon-O-Ringe bieten mit einem Temperaturbereich von -60 bis +200°C eine außergewöhnliche Flexibilität, insbesondere bei tiefen Temperaturen, und sind lebensmittel- und medizintauglich nach entsprechenden Freigaben. PTFE-ummantelte Runddichtringe verbinden die universelle Medienbeständigkeit von PTFE mit der Elastizität eines Elastomerkerns und eignen sich überall dort, wo chemische Aggressivität und Dichtheit gleichermaßen gefordert sind. FFKM (Perfluorkautschuk) bietet Höchstleistung bei extremen Temperaturen bis +300°C und nahezu universeller Chemikalienbeständigkeit für Spezialanwendungen in der Chemie- und Halbleiterindustrie.

Normen und Abmessungen: DIN 3771 und ISO 3601

O-Ringe nach DIN 3771 und ISO 3601 sind weltweit anerkannte Normen, die Maße, Toleranzen und Qualitätsanforderungen für Runddichtringe definieren. DIN 3771 legt die gebräuchlichen Schnurstärken (1,5 mm, 2,0 mm, 2,5 mm, 3,0 mm, 4,0 mm, 5,0 mm, 6,0 mm, 7,0 mm) sowie die zugehörigen Innendurchmesser fest. ISO 3601 harmonisiert diese Anforderungen auf internationaler Ebene und ist für den globalen Maschinenbau und Export relevant. Aus unserem Sortiment liefern wir O-Ringe mit Innendurchmessern in allen Standardgrößen beider Normen. Für metrische und imperiale Maßreihen sowie kundenspezifische Querschnitte außerhalb der Normreihen sind Sondergrößen aus allen gängigen Werkstoffen erhältlich.

O-Ring Einbauempfehlung: Nutgestaltung und Vorpressung

Eine korrekte O-Ring Einbauempfehlung beginnt mit der Nutgestaltung. Nuttiefe und Nutbreite müssen so ausgelegt sein, dass der O-Ring im eingebauten Zustand eine definierte Vorpressung von typischerweise 10 bis 25 Prozent erfährt — zu wenig Pressung führt zu Leckage, zu viel erhöht Reibung und Verschleiß. Die Oberflächenrauheit der Gegenflächen spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle: Für statische Anwendungen sind Rauheitswerte bis Ra 1,6 µm üblich, für dynamische Dichtungen sollten die gleitenden Flächen Ra 0,4 bis 0,8 µm aufweisen. Bei der axialen Abdichtung (Flanschdichtung) ist die Nutbreite maßgebend, bei der radialen Abdichtung (Wellendichtung, Kolbendichtung) bestimmt die Nuttiefe das Verpressungsmaß. Beim Einbau sind gratfreie Kanten, das Vermeiden von Schnittverletzungen am Querschnitt und bei Bedarf ein silikonfreies Montagemittel zu beachten.

Einsatzbereiche von O-Ringen in der Industrie

O-Ringe gehören zu den universellsten Dichtungselementen der Technik und sind in nahezu allen Branchen vertreten. In der Hydraulik und Pneumatik dichten sie Zylinder, Ventile, Pumpen und Rohrverschraubungen ab. Im Armaturen- und Apparatebau werden sie als statische Flachdichtungsalternative für Flansche, Deckel und Inspektionsöffnungen eingesetzt. Die Lebensmittel- und Pharmaindustrie setzt auf FDA-konforme oder USP-zertifizierte O-Ringe aus Silikon oder EPDM, um hygienische Anforderungen zu erfüllen. Im Maschinenbau sichern sie Getriebegehäuse, Hydraulikmotoren und Werkzeugmaschinen gegen Medienaustritt. Überall dort, wo zwei Bauteile dauerhaft und zuverlässig abgedichtet werden müssen, ist der Runddichtring als O-Ring Dichtung die kompakte, wartungsarme Lösung.

Gummidichtungen und Dichtringe — das Zusammenspiel mit O-Ringen

Die Begriffe Gummidichtung, Dichtring und Dichtungsring werden im technischen Alltag häufig synonym zu O-Ring verwendet — und tatsächlich ist der O-Ring die am weitesten verbreitete Form der Gummidichtung. Während „Gummidichtung" als Oberbegriff auch Flachdichtungen, Wellendichtringe und Profildichtungen umfasst, meint „Dichtring" in der Praxis fast immer einen O-Ring oder Runddichtring mit kreisrundem Querschnitt. Entscheidend für die richtige Auswahl ist nicht die Bezeichnung, sondern die Einbausituation: Nutgeometrie, Vorpressung, Medium und Temperatur bestimmen, welcher Dichtring die zuverlässigste Lösung darstellt. Aus unserem Sortiment liefern wir Gummidichtungen und Dichtringe in allen gängigen Werkstoffen, Größen und Normen — als Standardteile ab Lager oder als Sonderanfertigung nach Ihrer Spezifikation.

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Unser Sortiment

Unser Sortiment an Rundringen umfasst alle Qualitäten, Standardgrößen, Farben und Abmessungen, von 0,5 mm bis 6.000 mm mit sehr unterschiedlichen Temperaturbeständigkeiten. Für die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und Anforderungen bieten wir unterschiedliche Qualitäten an.

Neben allen gängigen Standardgrößen sind auch Sondergrößen aus den verschiedenen Werkstoffen erhältlich.

9 Fragen beantwortet

Häufig gestellte Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesem Produkt.

Welche O-Ring-Werkstoffe sind verfügbar?

Wir liefern O-Ringe in allen gängigen Elastomeren: NBR, EPDM, FKM (Viton), Silikon, FFKM, PTFE-ummantelt sowie Spezialwerkstoffe. Die Werkstoffauswahl richtet sich nach Medium, Temperatur, Druck und geforderten Zulassungen Ihrer Anwendung.

In welchen Größen werden O-Ringe angeboten?

Unser Sortiment umfasst O-Ringe von 0,5 mm bis 6.000 mm Durchmesser in allen Standardgrößen nach DIN 3771 und ISO 3601. Sondergrößen und Sonderquerschnitte sind ebenfalls aus verschiedenen Werkstoffen erhältlich.

Wie wählt man den richtigen O-Ring für eine Anwendung?

Entscheidend sind Nutgeometrie, Vorpressung, Werkstoff, Medienverträglichkeit und Temperaturbereich. In hydraulischen Systemen spielen Druckniveau und Gleiteigenschaften eine Rolle, bei statischen Verbindungen stehen Langzeitstabilität und Medienbeständigkeit im Vordergrund. Wir beraten Sie gerne.

Sind O-Ringe sofort lieferbar?

Standardgrößen und gängige Werkstoffe liegen bei uns am Lager und sind kurzfristig lieferbar. Bei Sondergrößen oder speziellen Materialien nennen wir Ihnen die Verfügbarkeit auf Anfrage. Expresslieferung innerhalb von 24 Stunden ist für viele Positionen möglich.

Sind O-Ringe auch in Sondergrößen erhältlich?

Ja, neben allen gängigen Standardgrößen bieten wir O-Ringe in Sondergrößen und Sonderquerschnitten aus verschiedensten Werkstoffen an. Die Umsetzung erfolgt nach Ihren Zeichnungen oder Mustern in reproduzierbarer Qualität.

Was ist der Unterschied zwischen O-Ringen aus NBR und FKM?

NBR (Nitrilkautschuk) ist der Standardwerkstoff für O-Ringe mit guter Beständigkeit gegen Mineralöle und Kraftstoffe im Bereich von -30 bis +100°C. FKM (Viton) ist ein Hochleistungswerkstoff für Temperaturen bis +200°C mit hervorragender Chemikalien- und Kraftstoffbeständigkeit. FKM wird dort eingesetzt, wo NBR an seine Grenzen stößt.

Worauf ist bei der O-Ring-Montage zu achten?

Entscheidend sind eine saubere, gratfreie Einbaunut mit passender Nuttiefe und -breite, eine korrekte Vorpressung von typischerweise 10 bis 25 Prozent und eine geeignete Oberflächenrauheit der Gegenflächen. Beim Einbau sollten scharfe Kanten vermieden und bei Bedarf ein silikonfreies Montagemittel verwendet werden.

Was ist der Unterschied zwischen O-Ring, Dichtring und Gummidichtung?

O-Ring, Dichtring und Dichtungsring bezeichnen in der Praxis häufig dasselbe Bauteil — einen Rundschnurring mit kreisrundem Querschnitt. Der Begriff Gummidichtung ist ein Oberbegriff, der neben O-Ringen auch Flachdichtungen und Profildichtungen umfasst. Entscheidend für die Auswahl ist die Einbausituation, nicht die Bezeichnung.

Welches Material eignet sich am besten für O-Ringe?

Das hängt vom Einsatzfall ab: NBR ist der Standardwerkstoff für Mineralöle und Hydraulik (-30 bis +100°C). FKM (Viton) eignet sich für hohe Temperaturen bis +200°C und aggressive Medien. EPDM ist ideal für Heißwasser und Dampf. Silikon bietet den breitesten Temperaturbereich (-60 bis +200°C) und Lebensmitteltauglichkeit. Wir beraten Sie gerne zur optimalen Werkstoffwahl.

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